VON ZU Newsletter | 14.01.2026

Facilitation Snackletter #4:

KI überall

Schon lange im Postfach, ab heute auch im Blog!

Liebe Snack-Freund*innen,

Künstliche Intelligenz – für manche eine salzige Kalorienbombe, für manche die zuckrigste Arbeitserleichterung seit es Excel gibt. Oder so. Bis die KI-Roboter uns die Müsliriegel wegfuttern, probieren wir uns an produktiven Prompts.

In diesem monothematischen KI-Snackletter haben wir einiges zusammengetragen, was wir in der letzten Zeit mit KI verprobt haben. Mit unterschiedlichen Geschmackserfahrungen.

Viel Spaß beim gar nicht so künstlichen Sonder-Snackletter

  1. KI im Werk: Zeitfresser identifizieren
  2. KI im Ehrenamt: Vereinsarbeit wird einfach(er)
  3. KI im Nahverkehr: Haltestelle trifft Zukunft
  4. KI auf Probe: Zukünftige Mitarbeiter*innen mit dabei
  5. KI im Ideation-Prozess: Ideen-Feinschliff mit Smartphone-KI
  6. KI im Schon- und Alltag: unsere KI-Experimente
  7. Gemischte Tüte: Energizer mit KI
  8. Gesalzene Links: Wo ihr Menschen treffen könnt (uns!)

 

1. KI im Werk: Zeitfresser identifizieren

Womit verschwenden wir eigentlich unsere Zeit? Und wo könnte KI helfen? In einer Remote-Workshopreihe mit dem Zement- und Betonhersteller Dyckerhoff haben wir diese Fragen mit den Teams Vertrieb, Produktion und Qualitätsmanagement durchbuchstabiert: Erst Probleme in Mentimeter sammeln, dann die Antworten per KI clustern und strukturieren. Highlight: Alle Teilnehmenden konnten lokal gehostete Dyckerhoff-KI-Tools ausprobieren und erste GPT-Erfahrungen sammeln.

2. KI im Ehrenamt: Vereinsarbeit wird einfach(er)

Fördermittel? Datenschutz? Vorstandskram? Für all das wurde im Projekt „verein.fachen“ ein Chatbot für Ehrenamtliche gebaut. Der Clou: Wir bauten ihn nicht nur für, sondern mit den zukünftigen Nutzer*innen. Durch viele gemeinsame Feedbackrunden wurden Sprache und Fragen direkt aus dem Alltag integriert. So entstand ein praktisches, wenn auch nicht rechtssicheres Tool, das durch echte Co-Creation überzeugt. Über die Vor-, Nach- und Potenzialteile denkt Theresa in ihrem Linkedin-Beitrag nach.

3. KI im Nahverkehr: Haltestelle trifft Zukunft

Wie sieht die Haltestelle der Zukunft aus? Diese Frage hat das interdisziplinäre Team der HEAG mobilo nicht nur mit den eigenen Händen in einem physischen Modell beantwortet – auch die KI durfte später ran. Auf Basis einer Fahrgastbefragung haben wir im Workshop Prompts entwickelt. Die Bilder, die die KI von der Haltestelle der Zukunft zeichnete, waren perfekt unperfekt. Dabei war hilfreich, dass ChatGPT nicht nur Bilder, sondern auch Bildbeschreibungen generiert. Und mit der Frage, wo auf der Welt es solche Haltestellen schon gäbe, wurden wir auf spannende, real existierende Beispiele aufmerksam, die wir vorher noch nicht auf dem Schirm hatten. Die ganze Geschichte und ein paar Tipps lest ihr in unserem Blog nach.

4. KI auf Probe: Zukünftige Mitarbeiter*innen mit dabei

Neue Kolleg*innen einbeziehen, die noch gar nicht eingestellt sind – das hat mit KI richtig gut geklappt. Für einen Teamtag entwickelten wir Custom GPTs auf Basis echter Stellenausschreibungen. Die Avatare beantworteten Fragen wie „Was brauchst du zum Ankommen?“ oder „Was ist dir bei Teamarbeit wichtig?“ und gaben der Zukunft einen Platz am Tisch. Plötzlich gab es Stimmen, die sonst gefehlt hätten. Die Neuen waren nicht nur mitgemeint, sie waren anwesend.

5. KI im Ideation-Prozess: Ideen-Feinschliff mit Smartphone-KI

Teambuilding und Weiterbildung zu kombinieren, ist oft eine gute Idee. Wenn das Fortbildungs-Thema Cross Innovation lautet, ist die Kombination mit KI eine ebenso gute – fanden nicht nur wir, sondern auch das Team der Innovationsagentur RLP: „Wir sind mit einem sehr positiven Gefühl aus dem Teamtag nach Hause gegangen – die ersten Ideensteckbriefe werden bereits in die Tat umgesetzt!“ Worum ging’s? Die Ideensteckbriefe basierten auf Personensteckbriefen der Teilnehmenden. Mit Innovationsmethoden (die schon sehr gut in der Zeit vor KI funktioniert haben, ihr erinnert euch?) entwickelten Tandems Projekte, Formate, Produkte oder Events. Erst in Runde 3 kam die KI dazu. Ganz pragmatisch konnten Tools am Laptop oder am Handy genutzt werden. Eine KI, die übrigens viele dabei haben: die Meta-KI innerhalb von Whatsapp.

6. KI im Schon- und Alltag: unsere KI-Experimente

  • Jan ließ uns verschiedene KI-Tools gegeneinander mit ein und demselben Prompt testen, um die Antworten von LLMs zu vergleichen
  • Lena zeigte uns, wie Notebook LM viele Dokumente vergleichen und daraus sogar Podcasts erstellen kann
  • Jacob nutzte die Live-Gesprächsfunktion von Gemini zum Erstellen einer Projekt-Werkschau auf der Heimfahrt vom Kunden
  • Philipp formulierte Mails noch auf dem Fahrrad ins Büro
  • Kersten erstellte ein Custom-GPT für das Umformulieren von Anmoderationen
  • Und Theresa erstellte den Custom-GPT „Workshop-Kompass“ als kritischer Sparringgeber für Workshopkonzepte, nachdem Tobi es mehrfach getestet hat

Ihr wollt mehr dazu wissen, fragt uns!

7. Gemischte Tüte: Energizer mit KI

KI verbraucht nicht nur viel Energie. Sie kann auch welche geben: Damit wir uns regelmäßig mit KI-Tools auseinandersetzen, haben wir uns eine temporäre Regel gegeben: Wer den Schontag moderiert, muss ein KI-Element integrieren. Wechselnde Moderationen = wechselnde Experimente. Gern genommen ist dabei der Energizer-Slot um 10 Uhr 23 (wir lieben krumme Uhrzeiten). Für einige Lacher gesorgt hat der: Facili-Tapir. Er war das Ergebnis unseres selbst erdachten Energizers „Tierische Firmentiere erfinden“. Und der geht so:

In Breakouts zu zweit, 4 Minuten. Danach Vorstellen.

🐶 Tierisches Teammitglied erfinden (z. B. Koala, Krake, Schildkröte, Phantasietier)
📸 Bild generieren mit einem KI-Tool
✍️ Namen geben
🧠 Rolle im Team beschreiben
🗨️ Optional: Ein Zitat oder Fun Fact hinzufügen

Hier gibt's noch
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